Das akademische Fechten
Das akademische Fechten (auch „Mensurfechten“) ist weder tödliches Duell noch hat es viel mit dem modernen Sportfechten gemein. Die Mensur ist ein fechterischer Zweikampf zwischen Angehörigen zweier unterschiedlicher schlagender Verbindungen.
Die Klingen sind dabei scharf, Treffer führen ggf. zu Schmissen im Gesicht, die den deutschen Akademiker seit alters her als solchen kennzeichnen.
Als Trefferfläche fungiert einzig der Kopf. Augen und Hals sind geschützt, so dass eine lebensbedrohliche Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Die Schmisse selbst werden professionell durch Ärzte versorgt.
Germania Königsberg bekennt sich uneingeschränkt zum Waffenstudententum und verlangt daher von ihren Mitgliedern das Schlagen von mindestens vier Partien. Wir sehen in der Mensur zwei sehr wesentliche Dinge:
Erstens ist sie ein gutes Mittel, um die Spreu vom Weizen zu trennen, da sie Mut und Ehrgeiz verlangt und so einfachen Mitläufern den Weg in unsere Burschenschaft verwehrt.
Zweitens macht das Fechten eine Menge Spaß und so manch fröhlicher Abend begann auf dem Paukboden. Durch das gemeinsame, tägliche Pauken und die gemeinsam gestandenen Mensuren haben wir einen Zusammenhalt in der Aktivitas geschaffen, der seinesgleichen sucht!
